SÜDHEIDE auf Stand

Die SÜDHEIDE eG

„Gemeinsam mehr erreichen“ – in seinen Grundzügen ist der genossenschaftliche Gedanke sicher so alt wie die Menschheit selbst. Die Mitglieder der SÜDHEIDE eG kennen die Vorteile einer Genossenschaft bereits. Ehrlichkeit, Fairness und der Fokus auf das Wohlergehen des einzelnen Menschen stehen bei uns seit Jahren im Vordergrund. Genossenschaften funktionieren jedoch alle nach dem gleichen Prinzip: Mitglieder sind Kunden und Eigentümer in einer Person, sie haben ein demokratisches Mitbestimmungsrecht und ihre wirtschaftliche Förderung ist zentraler Sinn und Zweck der Genossenschaft.

Seit fast 60 Jahren ist die SÜDHEIDE eG ein Garant für guten und bezahlbaren Wohnraum in Celle und im Umland. Wir verfügen über 379 Gebäude mit 2.406 Wohnungen, die wir in Celle und den Landkreisen Celle, Heidekreis, Gifhorn, Börde, Oder/Spree sowie der Region Hannover vermieten.

Demographischer Wandel

Bekannt ist seit geraumer Zeit, dass in Deutschland immer weniger Kinder geboren werden. Die Gesellschaft wird somit zwangsläufig älter und die Bevölkerungszahl sinkt.

Wanderungssalden führen ebenfalls zu geänderten Bevölkerungsstrukturen. Aufgabe einzelner Kommunen und Regionen ist es, anziehende Gegebenheiten in Form von guten Arbeitsmöglichkeiten, attraktiven Lebensbedingungen sowie eine gute Standortqualität zu bilden. Für uns bedeutet dies, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, da Wohnqualität und Wohnzufriedenheit entscheidende Handlungsparameter sind.

Folglich kommt auf uns und unseren Bestand unabwendbar die „Demographische Belastungsprobe“ zu, die ein vorzeitiges Reagieren und Handeln auf die sich verändernden Bedingungen erforderlich macht.

Wie auf der obenstehenden Grafik erkennbar ist, sind die meisten unserer Genossenschaftsmitglieder zwischen 61 und 75 Jahre alt. Die zweitgrößte Personengruppe ist die der 46- bis 60-Jährigen. Diese Altersverteilung entspricht dem allgemeinen gesellschaftlichen Trend. Aus diesem Grund ist es für uns unumgänglich etwas für die älteren Bewohner unserer Liegenschaften zu tun.

Unsere Zielgruppen

Unser Tagesgeschäft in der SÜDEHEIDE eG besteht u.a. darin, sich mit den unterschiedlichsten Ziel- und Altersgruppen auseinanderzusetzen. Hierbei sind verschiedene Wünsche und Probleme zu erkennen.

Wir möchten mit dem Projekt „Q 5 – Wohnen mit IQ“ sowohl die ältere Generation ansprechen, als auch Technikbegeisterte aus anderen Ziel- und Altersgruppen. Mit der Musterwohnung werden wir vorab das Interesse in unserer Mieterschaft, aber auch bei potentiellen neuen Mitgliedern/Interessenten „abklopfen“.

Wird das Projekt gut angenommen werden wir zunächst weitere 60 Wohnungen mit der intelligenten Steuerung vorbereiten.

Unser derzeitiges Angebot

Wir als Genossenschaft versuchen, soweit möglich, auf die Wünsche unserer Mitglieder einzugehen. Beispielsweise haben wir an Gebäuden die über einen Laubengang verfügen Aufzüge vorgestellt, um einen möglichst barrierearmen Zugang zu den Wohnungen zu gewährleisten, so dass Mieter länger in ihren Wohnungen leben können, da die Treppenstufen nicht zu einem unüberwindbaren Hindernis werden.

Des Weiteren bieten wir im Stadtgebiet Celle einen Einkauflieferservice und in Burgdorf einen Seniorenfahrdienst an. Viele Senioren sind noch fit, fahren aber kein Auto mehr. Der Seniorenfahrdienst bringt Senioren zum Einkaufen und auch wieder zurück oder aber die benötigten Lebensmittel werden mit dem Lieferservice gebracht.

Mit dem Projekt „Q-5“ möchten wir unser Angebot erweitern und sind uns sicher, dass wir Lebensqualität schaffen werden.

Unsere Anforderungen an die Wohnung

An die einzelnen Wohnungen haben wir folgende Anforderungen gestellt:

  1. Die Wohnung soll durch die intelligente Steuerung auf einen höheren Komfort gebracht werden und für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv sein.
  2. Die Wohnung soll Sicherheit vermitteln und die Privatsphäre jedes Einzelnen sicherstellen.
  3. Die technische Infrastruktur soll modular aufgebaut werden, so dass sie in Modulen angeboten werden kann und sich seinem Bewohner und den Bedürfnissen anpasst.
  4. Bereits vorhandene Dinge, wie z.B. Fernsehen, Telefon und Klingelanlage werden integriert.
  5. Die Wohnungen werden barrierefrei bzw. –arm gestaltet. Die Barrierefreiheit ist losgelöst von der intelligenten Steuerung, da wir auf Wunsch bereits jetzt Schwellen entfernen und bodengleiche Duschen einbauen.
  6. Durch die steuerbaren Module soll eine nachhaltige Senkung der Betriebskosten erreicht werden.
  7. Das Konzept „Q5-Wohnen mit IQ“ soll für Neubauten und Bestandsbauten umsetzbar sein. 

Projektidee/Projektübersicht

Viele ältere Menschen möchten so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in den liebgewonnen vier Wänden führen. Wir haben diesen Wunsch aufgegriffen und eine Lösung, zunächst in Form einer Musterwohnung, erarbeitet. Mit dem Projekt „Q5-Wohnen mit IQ“ gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft und geben zum Einen technikbegeisterten Menschen, als auch älteren oder gehandicapten Personen die Möglichkeit ihre Wohnung via Tablet-PC oder Smartphone intelligent zu steuern. Gerade in diesen Zielgruppen möchten wir mehr Lebensqualität schaffen.

Wir gehen davon aus, dass sich die Wenigsten etwas unter dem „Intelligenten Wohnen“ vorstellen können. Aus diesem Grund planen wir vorerst eine Musterwohnung im Stadtgebiet Celle. Hierbei soll das Interesse in unserer Mieterschaft, aber auch bei potentiellen neuen Mietern abgeklopft bzw. eingeschätzt werden. Im Nachgang werden zunächst weitere 60 Wohneinheiten, verteilt auf drei Gebäude, mit der intelligenten Steuerung versehen. Die Vorrichtung, damit eine intelligente Steuerung möglich ist, erfolgt im Zuge von (bedarfsgerechten) Sanierungen.

Die intelligente Steuerung ist modular aufgebaut, so dass unterschiedliche Komponenten je nach Bedarf und Notwendigkeit zugebucht werden können. Im Zuge unseres Sanierungsplans werden Wohnungen auf die intelligente Steuerung vorbereitet, so dass es möglich ist auf später eintretende Ereignisse/Wünsche oder Mieterwechsel reagieren zu können. Wir erreichen damit die notwendige Flexibilität um auf unterschiedliche Veränderungen und Mieterwünsche reagieren zu können. Eine Nachrüstung ist ohne großen Aufwand möglich.

Es besteht jedoch keine Pflicht seine Wohnung intelligent zu steuern, auch wenn diese bereits vorbereitet worden ist.

Steuerung innerhalb der Wohnung:

 Alle Räume:

  • Steckdosen und Lichtquellen werden vom Taster/Smartphone/Tablet-PC aus schaltbar sein.
  • Unterschiedliche “Lichtszenen“ sind programmier- und darstellbar. Diese Funktion wird ebenfalls über den Taster/Smartphone/Tablet-PC an der Zimmertür gesteuert.

Flur:

  • Zutrittskontrolle: Für gehandicapte oder auch ältere Personen, denen der Gang zur Tür Schwierigkeiten bereitet, besteht die Möglichkeit über ein Smartphone oder den Tablet-PC die Tür zu entriegeln, ohne dass es nötig ist zur Tür zu gehen. In einem weiteren Schritt, sollen die Kameras vor den Wohnungseingangstüren mit der Steuerung innerhalb der Wohnung verknüpft werden, so dass über den Tablet-PC oder das Smartphone gesehen werden kann wer vor der Tür steht und hereingelassen werden.
  • Beim Verlassen der Wohnung: Ist der Herd aus? Habe ich die Kaffeemaschine angelassen? Ist das Bügeleisen noch an? Habe ich die Fenster geschlossen? An der Wohnungseingangstür besteht über ein Display die Möglichkeit, die Wohnung „stromlos“ zu schalten. Das spart nicht nur Energie bei „Standby“-Geräten, sondern vermittelt auch ein Gefühl von Sicherheit. Gleiches gilt für die Fenster. Über Sensoren in den Fenstern wird eine Meldung abgesetzt, ob alle Fenster verschlossen sind. Auch hier steht das Sicherheitsgefühl im Vordergrund, da diese Sensoren bei Bedarf auch als Alarmanlage genutzt werden können.
  • Präsenzmelder: schalten das Licht ein, wenn jemand den Flur betritt. Das Licht wird gelöscht, wenn es nicht benötigt wird. Dieser Melder kann bei Bedarf so programmiert werden, dass er ab einer bestimmten Uhrzeit nur noch gedimmtes Licht auslöst, damit der Weg ins Bad (bei Nacht) gut erkennbar ist (ähnlich wie „way to the bath)

Wohnzimmer & Schlafzimmer:

  • Wohnklima: Der Taster an der Zimmertür übernimmt u.a. die Funktion eines Raumthermostats. Mit der Hilfe eines Temperaturfühlers im jeweiligen Raum wird das Wohnklima auf der gewünschten Temperatur gehalten. Anhand einer Temperaturanzeige auf dem Schalterdisplay stellt der Bewohner seine Wohlfühltemperatur ein. Eine Temperaturauswahl von unter 17°C ist jedoch nicht möglich.
  • Absenkbare Gardinenstange
  • Verdunkelungsplissee (motorbetrieben)

Bad:

  • Das Waschbecken ist unterfahrbar bzw. höhenverstellbar. Das WC wird erhöht angebracht.  
  • Ebenerdige Dusche mit einer verschiebbaren Armatur (vertikal und horizontal). Ist der Bewohner auf einen Pflegedienst angewiesen, wird so das Waschen/Duschen erleichtert, da die Armatur beweglich ist.
  • Unterschiedliche Haltegriffe.
  • Die Ausstattungsmerkmale erfolgen von Pressalit.

Küche:

  • Die Küche wird unterfahrbar eingebaut und ist für Rollstuhlfahrer geeignet.
  • Das Küchenfenster wird mit einem Motor versehen und ist per Funk oder Taster steuerbar an der Raumtür.

Weitere Ausstattungsmerkmale und Optionen:

  • Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass alle steuerbaren Elemente in der Wohnung auch mit einem Handfunk angesteuert werden können.         
  • Schwellenlos
  • Alle Räume werden über die Taster an der jeweiligen Zimmertür steuerbar sein (auch per Smartphone oder Tablet PC).

In der Musterwohnung zeigen wir alle Möglichkeiten auf, die mit einer intelligenten Steuerung möglich sind und mehr Lebensqualität schaffen. Alle hier erwähnten Komponenten werden eingebaut oder exemplarisch ausgeführt und dargestellt.

Menschen, die ihren Alltag ohne technische Hilfsmittel nicht mehr gut alleine bewältigen können, wird die Möglichkeit gegeben, länger in ihren liebgewonnenen vier Wänden zu bleiben. Wir sprechen hiermit allerdings nicht nur die Senioren an, sondern auch technikbegeisterte Personen aus anderen Altersklassen.

Die technische Lösung

Die technische Lösung bietet die Firma LCN Gebäudeleittechnik in Kombination mit regionalen Elektrofirmen an. Bei den einzubauenden Modulen handelt es sich jedoch nicht um eine Neuentwicklung, sondern vielmehr um ein bereits erprobtes und etabliertes System welches z.B. in Pflegeheimen, Museen, Banken, Hotels, etc. derzeit eingesetzt wird.

Unsere Musterwohnung stellt für uns ein Pilotprojekt dar. In der Wohnungswirtschaft ist diese Art der Gebäudeleittechnik noch nicht stark verbreitet und in Celle sowie der Region gibt es bisher keine vergleichbaren Projekte.

Die gesellschaftliche Herausforderung

Im Hinblick auf den demographischen Wandel trägt das Projekt dazu bei, ältere Personen in ihrem Alltag zu unterstützen. Es soll eine Möglichkeit geschaffen werden, Bewohner länger in ihren Wohnungen zu halten. Gleiches gilt auch für Menschen mit Behinderung.

Zusammenfassende Wertung

Wir, die SÜDHEIDE eG, möchten zukünftig unseren älteren Mietern und körperlich eingeschränkten Menschen die Möglichkeit geben, so lange wie es geht ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben in ihren Wohnungen zu führen. Um Mietern und Interessierten zu zeigen, was „Intelligentes Wohnen“ bedeuten kann, planen wir eine Musterwohnung im Stadtgebiet Celle. Es handelt sich hierbei um 60 Wohneinheiten, verteilt auf 3 Gebäude. Die Grundausstattung wird qualitativ hochwertig sein, die unterschiedlichen Komponenten werden individuell „zubuchbar“ sein.

Die erarbeitete Lösung soll für unsere Gebäude im Bestand sowie Neubauten trotz Individualität übertragbar sein. Vorteil für die SÜDHEIDE eG ist, dass es im Celler Großraum noch keine andere Genossenschaft gibt, die intelligente Wohnungen anbieten kann. Wir bedienen mit diesem Projekt ein Nischenprodukt in der Wohnungswirtschaft.

Die Chancengleichheit ist ebenfalls gegeben, da sich die Steuerung der Wohnung individuell an den Bewohner anpassen lässt. Es spielt hierbei keine Rolle, ob es sich um Männer oder Frauen, Behinderte oder Nichtbehinderte, jung oder alt handelt.

Für das Objekt, in dem sich die Musterwohnung befindet, wurde bereits geplant und teilweise umgesetzt:

  • Wärmedämmverbundsystem
  • Neue Fenster und Wohnungseingangstüren
  • Neuer, vorgestellter Aufzug, so dass ein barrierefreies Erreichen der Wohnung möglich ist
  • Neue Elektroverteilung inkl. Zählerzentralisierung
  • Wohnumfeldgestaltung

Mit allen hier erwähnten Maßnahmenpakten erreichen wir eine nachhaltige Senkung der Betriebskosten, die unseren Mietern zugute kommt.

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